Der Ursprung dieses Brauches geht wahrscheinlich bis ins Mittelalter zurück, als in den fast reinen Bauerndörfern durch Brände (die Dächer waren mit Stroh gedeckt), fast jährliche Überschwemmungen wie auch die witterungsabhängige schwere bäuerliche Arbeit den Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe unentbehrlich machten. Nachbarschaftliche Hilfe aber ist bis heute ein Grundsatz guten Zusammenlebens.
Im Februar eines jeden Jahres lädt der Zeißiger Ortsvorsteher alle Männer, die sich schon „eingekauft“ haben, ein und berichtet über das Geschehen im Ort, erläutert Vorhaben und nimmt Ehrungen vor. In Zeißig neu zugezogene verheiratete oder in Lebenspartnerschaft bzw. mit eigenem Hausstand lebende Männer können sich dann „einkaufen“ und werden aufgerufen, sich als aktive Mitglieder in die Dorfgemeinschaft einzubringen, die Vorhaben im Ort zu unterstützen und sich in der Nachbarschaft zu helfen.

Solche Treffen versprechen einen geselligen diskussionsreichen Abend bei einigen Gläsern Bier, die von den sich „Einkaufenden“ gespendet werden.