Der Hof wurde in den vergangenen 100 Jahren baulich kaum verändert. Daraus entstand die Idee, den Hof als „Kultur- und Erlebniszentrum“ zu gestalten, auf dem das Leben auf einem sorbischen Bauernhof hautnah erlebt werden kann. Zu den Besonderheiten gehören die Ausstattung der Räume mit den originalen Kachelöfen, der Holzbackofen und der Webstuhl mit den Gerätschaften zur Flachsbearbeitung.
Der ehemalige Wohnbereich mit Küche, Kleiner Stube und Großer Stube zeigt den Zustand Mitte des 20. Jahrhunderts.
Küche:
Die Küche war der wichtigste Raum, in dem sich das bäuerliche Leben rund um die Uhr abspielte. Zu den Besonderheiten in der Küche gehört der gesetzte Küchenofen mit einer geschlossenen Kochmaschine, einem Warmhaltefach und einer Wasserpfanne, aus der jederzeit warmes Wasser geschöpft werden konnte. Gleichzeitig heizt der Ofen die Küche und die angrenzende Kleine Stube.
Noch heute dient die Küche als Treffpunkt für kurze Absprachen und der Vorbereitung von Speisen und Getränken.

Kleine Stube:
Die „Kleinen Stube“ wurde genutzt, um Handarbeiten zu erledigen, Briefe zu schreiben und sich am Abend auszuruhen. Ein altes Sofa erinnert an diese Möglichkeiten.
Heute wird dieser Raum als Lagerplatz und die Vorbereitung von Veranstaltungen genutzt.

Gute Stube:
Die „Gute Stube“ wurde früher nur an den Feiertagen oder zu Familienfesten genutzt. Zur Grundausstattung gehörten ein Sofa, der Buffet Schrank mit dem „guten“ Geschirr sowie ein Tisch mit mindestens vier Stühlen. Zum Heizen diente ein gesetzter Kachelofen.
Heute ist dieser Raum der Treffpunkt für die Arbeit in den einzelnen Gruppen. So für die Kreativ- und die Theatergruppe. Hier finden auch kleinere Veranstaltungen des Vereins oder im Rahmen privater Nutzung statt.

Keramikraum / Webstuhl:
Im oberen Stockwerk, im früheren Schlafzimmer, hat sich die Keramikgruppe eine gemütliche Arbeitsumgebung geschaffen. Hier können auch Kinder unter Anleitung von Vereinsmitgliedern Basteln oder Ostereier verzieren.
Als Bestandteil der Utensilien zur Flachsverarbeitung haben Günter Hoffmann aus Neida und Helmut Kurjo aus Bluno einen Webstuhl aufgebaut und in Funktion gesetzt, den Familie Manfred Holder aus Zeißig bereits ausgemustert hatte.

Kuhstall:
Der ehemalige Kuhstall dient nun als Veranstaltungsraum, in dem in der wärmeren Jahreszeit kleinere Ausstellungen, Buchlesungen und private Feiern stattfinden.
Bei öffentlichen Veranstaltungen bietet der Raum Platz für Verkaufsstände und Sitzgelegenheiten für Gäste.

Galerie:
Auf dem ehemalige Dachboden über dem Kuhstall, auf dem früher Heu und Stroh lagerte, befindet sich nach einer umfangreichen Umgestaltung eine Ausstellung sorbischer Trachten, die überwiegend vom Trachtensammler Günter Hoffmann stammen.
Gleich nebenan befinden sich Gerätschaften zur Flachsverarbeitung, die anschaulich den Weg vom Flachs zum Leinen zeigen.

Innenhof:
Von allen vier Seiten geschlossen, bot der Innenhof einen geschützten Bereich für die Bewohner.
Heute dient der Hof mit seinem rustikalen Ambiente als Begegnungsstätte für Kunst und Kultur. Hier finden traditionelle Veranstaltungen, wie der Frühlingsmarkt, das Sommertheater, die Kirmes und der Weihnachtsmarkt statt. Dabei können die Besucher bäuerliches Handwerk, sorbische Traditionen und regionale Künstler hautnah erleben.

Westflügel:
Auf der westlichen Seite des Hofes befand sich das Ausgedinge, der ehemalige Wohn- und Schlafraum der Eltern der Hofbesitzer. Weiterhin befanden sich hier die Stallungen und ein Schlachthaus.
Im Rahmen der Sanierung wurde dieser Bereich neu gestaltet. Hier befindet sich jetzt ein kleiner Veranstaltungsraum, eine Werkstatt, eine kleine Bühne sowie ein Küchen- und Toilettenbereich.
Eine Treppe führt auf den neu ausgebauten Dachboden, auf dem traditionelle Holzwerkzeuge ausgestellt sind.

Vorgarten:
Der Vorgarten wurde in den vergangenen Jahren neu gestaltet und wird bei Veranstaltungen für Verkaufsstände und die Präsentation bäuerlicher Tätigkeiten genutzt.
