An erster Stelle im Jahreslauf steht das Zampern, Symbol für das Austreiben des Winters (Bär) und das Begrüßen des Frühlings (Storch). Auch der Schornsteinfeger, der oft unbemerkt die weiblichen Wangen schwärzt, aber gerade deshalb als Glücksbringer gilt, darf nicht fehlen. Es sind mitunter 70 und mehr Zamperer, die sich am frühen Morgen zusammenfinden, um alle Häuser von Zeißig und Klein Zeißig zu besuchen. Von vielen schon erwartet, verharren sie dann bei denen, die sie mit Getränken und Snacks überraschen, gern im Gespräch etwas länger. Die Organisation liegt in den Händen der Zeißiger Jugend.
Mit Musik, lustig gekleidet, ziehen Jugendliche und Erwachsene, voran die Straußenmänner, von Haus zu Haus, erheischen Geldspenden und Eier (Eierfrau) und bedanken sich mit einem Tänzchen mit der Frau des Hauses und einer Einladung zum Zampertanz am Abend. Ein Teil des von Zeißigern gespendeten Geldes stellen die Zamperer alljährlich für Aktivitäten im Ort zur Verfügung.






„Und wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen“, heißt es in einem scherzhaften Lied. Und so ist es Brauch in Zeißig,, dass auch die Schulkinder und die Kinder des Lutki-Hauses nach dem Vorbild der Erwachsenen ein eigenes Zampererlebnis gestalten und damit schon frühzeitig mit der Tradition des schönen gemeinschaftsschmiedenden Brauches vertraut werden.